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Sprachliche Vorgaben

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Sprachstil

Das Motto "Die Energie des Verstehens" sollte in allen Seiten des SELFHTML-Raums spürbar sein. Verständlichkeit und Transparenz sind höchstes Gebot. Kurze Sätze sind tendenziell besser als lange Sätze. Allerdings ist auch kein Telegrammstil und schon gar nicht das in vielen Online-Kommunikationen übliche Halbsatzgestammel erwünscht. Der Lesefluss sollte weder durch krampfhafte stilistische Selbstbeschränkungen noch durch gekünstelte Sprachakrobatik behindert werden. Generell kann man jeden Text auf seine Qualität hin überprüfen, indem man für jeden darin enthaltenen Satz versucht, explizit zu begründen, warum der Satz da steht. Sätze können verschiedene Funktionen haben, z.B. eine neue, zuvor noch nicht getroffene Aussage zu treffen oder eine Überleitung zu einem nachfolgenden Satz oder Abschnitt zu leisten. Sätze, die aber keine solche produktive Funktion haben - z.B. unnötig wiederholende, schwafelnde, vom Thema ablenkende oder für den Zusammenhang unnötige Trivialitäten verbreitende Sätze - sollten entfernt werden. Der Gesamtstil sollte dem entsprechen, was man im Englischen als "straight" bezeichnet. Komplexe Sachverhalte verlangen allerdings manchmal auch, sich dem Ziel des Verständlichmachens in mehreren Ansätzen zu nähern. Denn die angestrebten Aha-Effekte stellen sich nicht bei jedem Leser an der gleichen Stelle ein. In entsprechenden Textpassagen sollten sich zwei, drei oder mehrere Sätze bewusst ergänzen, indem sie den Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven erklären, z.B. einmal durch eine nüchterne Definition, dann durch einen Vergleich, dann durch eine Einordnung in Umgebungswissen, garniert durch Links dorthin.

An geeigneten Stellen - z.B. bei zusätzlichen Kommentaren oder in Beispielen - sind darüber hinaus durchaus Ironie und Esprit erlaubt und sogar erwünscht. Denn solche Bonbons für wache Geister lockern den Gesamttext auf und sorgen für einen intellektuellen Mehrwert, für den SELFHTML ebenfalls bekannt ist.

Neben diesen allgemeinen Bemerkungen gelten folgende konkrete sprachstilistische Regeln:

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Sprachkonsistenz und Terminologie

In Bereichen mit sichtbar ausgewiesenem Autor, also vor allem bei den Kapitel Feature-Artikeln oder den Kapitel Tipps & Tricks, ist die Tatsache kaum vermeidbar, dass unterschiedliche Autoren unterschiedliche Stilmittel, Terminologien und sprachliche Eigenheiten mitbringen. Eine Vereinheitlichung mit einer von SELFHTML vorgegebenen Sprachregelung ist derzeit ein nicht vertretbarer Aufwand, da erstens kein systematischer SELFHTML-Sprachregelungskatalog schriftlich existiert (auf die Dauer gesehen wäre dessen Erstellung jedoch ein lohnenswertes internes Projekt), und da zweitens viele von Fremdautoren eingereichte Artikel bis zur Unkenntlichkeit umgeschrieben werden müssten. Allen Autoren wird jedoch nahegelegt, innerhalb eines eingereichten Beitrags alle übertriebenen und überflüssigen Anglizismen zu ersetzen und an die im SELFHTML-Raum übliche Begrifflichkeit anzupassen. Bei allen Beiträgen ist ferner darauf zu achten, dass Terminologie und Stil innerhalb eines Artikels konsistent sind.

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Rechtschreibung

Bei deutschsprachigen Texten ist die neue deutsche Rechtschreibung anzuwenden. Die Verwendung einer automatischen Rechtschreibprüfung, wie sie von vielen Editoren angeboten wird, ist sinnvoll, aber keine zwingende Bedingung.

In den Fachbereichen, die im SELFHTML-Raum behandelt werden, kommen zahllose Fachausdrücke vor, die nicht zum deutschen Standardwortschatz gehören. Es handelt sich vor allem um Anglizismen aus der Internet- und EDV-Welt, aber auch um zusammengesetzte Ausdrücke. Bei solchen Ausdrücken entsteht häufig Unsicherheit, wie sie denn nun "richtig" zu schreiben seien. So weit es verlässliche Quellen gibt, sollten diese im Zweifelsfall befragt werden. Ergeben diese Quellen keine oder uneinheitliche Ergebnisse, dann steht es dem Autor/Redakteur frei, wie ein Ausdruck letztendlich geschrieben wird. Wichtig ist in jedem Fall jedoch die einheitliche Schreibweise bei mehrfachem Vorkommen.

Folgende zuverlässigen Online-Ressourcen für Rechtschreibung und Wortschatz können im Zweifelsfall befragt werden:
deutschsprachige Seite Wortschatz-Lexikon (Uni Leipzig)
deutschsprachige Seite Langenscheidts Fremdwörterbuch
deutschsprachige Seite Deutsche Rechtschreibung: Regeln und Wörterverzeichnis (Institut f. dt. Sprache)
englischsprachige Seite Webster's dictionary (für englische Begriffe)

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Gliederung größerer Texte

Größere Inhalte, auch Inhalte mit vielen Grafiken wie Screenshots, sollten so weit sinnvoll auf mehrere Seiten verteilt werden. Allerdings ist es auch nicht sinnvoll, lauter kleine Seiten mit nur einem Unterabschnitt zu erstellen.

Bei der Aufteilung sind die für typischen Seitensorten zu verwenden:

Zur Gliederung größerer Inhalte gehört neben der hierarchischen Untergliederung auch die Berücksichtigung des Hypertext-Prinzips. Jeder Unterabschnitt einer Informationsseite ist eine adressierbare Informationseinheit mit eigenem Verweisanker in der Überschrift. Jeder Unterabschnitt sollte eine möglichst einfache, in sich abgeschlossene und von anderen Inhalten klar abgrenzbare Texteinheit darstellen. Anstatt in jeder dieser Unterabschnitte wieder verbal mit Formulierungen wie "wie schon zuvor gesagt" auf andere Inhalte Bezug zu nehmen, werden Querverweise auf diese anderen Inhalte gesetzt. Je stärker jeder Unterabschnitt thematisch "gekapselt" ist, desto einfacher und sinniger lässt sich das Prinzip der Querverweise anwenden.

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