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Die Apache-Konfigurationsdatei:
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Der Apache ist mit einer umfangreichen Dokumentation ausgestattet, die man unter der Adresse http://localhost/manual aufrufen kann - vorausgesetzt, es wurde bei der Installation diese Dokumentation nicht ausgeklammert.
Wer das erste Mal mit dem Apache Webserver in Berührung kommt, kann sich beim Durchsehen dieser Dokumentation allerdings in zweierlei Hinsicht vor erhebliche Probleme gestellt finden. Einmal ist es ein auf den ersten Blick nicht überschaubarer Berg an Informationen, andererseits wird selten sofort klar, wo und wie denn nun diese Informationen in wirkungsvolle "Befehle" überführt werden können. Außerdem sind für eine erste Standard-Installation deutlich mehr als zwei Drittel der mit dieser Dokumentation angebotenen Informationen gar nicht zwingend erforderlich, und als eifriger Doku-Leser steht man dann nicht so sehr vor der Frage, welche Information man noch nicht gefunden hat, sondern eher vor dem Problem, das eine oder andere sofort wieder vergessen resp. vorläufig auslassen zu dürfen. Bloß: was braucht man nun unbedingt, und was kann man erst einmal überspringen?
Genau an dieser Stelle wird die Erfindung der Kommentare wichtig. Es handelt sich dabei ausschließlich um so etwas wie "Kürzest-Informationen" zu den wichtigsten Parametern, ohne die der Apache vermutlich nicht arbeiten würde.
Kommentarzeilen sollen vom ausführenden Programm ignoriert werden. Dazu müssen sie entsprechend gekennzeichnet sein, was in der httpd.conf mit der Raute (#) geschieht. Das Ergebnis kann dann so aussehen:
# "ServerType": Der Server-Typ ist entweder "inetd" oder "standalone". # "inetd" wird allerdings nur von Unix-Plattformen unterstützt/verwendet. # ServerType inetd # # "ServerRoot" bezeichnet die Spitze des Verzeichnisbaums, unter dem die # Server-Konfiguration, Fehleranzeigen und Protokolle zu finden sind. # # Am Ende dieser Zeile darf kein Slash stehen. # ServerRoot "/srv/www"
Grundsätzlich steht ein kommentierender kurzer Text vor dem eigentlichen Befehl, den er erläutert. Soll dieser Befehl von Apache ausgeführt werden, darf die entsprechende Zeile nicht durch ein "#" eingeleitet werden.
Kommentare in Scripts und/oder Konfigurationsdateien haben eine lange und gute Tradition. Sie werden grundsätzlich vom "System" nicht benötigt und müssen vor ihm verborgen werden, sollen aber dem (menschlichen) Administrator mit seiner langsameren und weniger logisch strukturierten Auffassungsgabe bei der Orientierung helfen und knappe Hinweise zum Sinn einer Befehlszeile geben. Wenn man seine eigenen Notizen oder irgendwelche Vermerke auf diese Weise in eine Konfigurationsdatei einbinden möchte, so steht dem nichts im Wege; allerdings sollten Kommentare auch nicht allzu lang werden. Kommentare haben eine Erinnerungsfunktion; sie wiederholen zusammengefaßt das, was die zum Script bzw. zum Softwarepaket gehörende Dokumentation ausführlich darstellt.
Von Anfang an war der Apache mit dieser Dokumentation ausgestattet. Für den älteren Zweig (Apache 1.3.x) gibt es sie nur in englischer Sprache, wobei die Zusammenstellung als abgeschlossen gilt. Für den jüngeren Zweig fertigt ein Übersetzerteam Übersetzungen in zahlreiche Sprachen an, worüber man sich beim
Apache-Dokumentations-Projekt informieren kann. Diese Dokumentation gilt noch nicht als abgeschlossen, und es sind auch noch lange nicht alle ihre Bestandteile übersetzt. Format und Layout der Online-Dokumentation wurden drastisch verändert. Da die Arbeit an der Dokumentation noch nicht vollständig beendet ist, kann es auch sein, daß sich die unter
http://httpd.apache.org/docs-2.0 nachlesbare Version in Details von der lokalen Kopie unterscheidet bzw. geringfügig ausführlicher ist als das, was in die lokale Kopie des Apache während der Installation integriert wurde.
Die Dokumentation für den älteren Zweig (Apache 1.3.x) besteht aus den gewohnten XHTML-Dokumenten. Für den jüngeren, aktuellen Zweig (Apache 2.x) ist ein interessantes neues Konzept gewählt worden, das auf
XML aufbaut. Es lohnt sich, auch die "Bauart" der Dokumentation selbst genauer anzuschauen, da sie eine Möglichkeit demonstriert, XML für die Präsentation von Webinhalten einzusetzen. In Abhängigkeit von den Umgebungsvariablen des Betriebssystems kann sie beispielsweise unter /usr/share/apache(2)/manual (SuSE) oder /usr/share/doc/apache-2.0.50/manual (Gentoo) zu finden sein.
Es gibt neben der Online-Dokumentation noch einige kleinere Dateien mit Informationsgehalt. Dazu zählt auch eine kleine Manualpage (nicht auf Windows), die sich mit man httpd aufrufen läßt. Sie enthält, nur wenig ausführlicher dargestellt, eine Übersicht der möglichen Befehlszeilenargumente, die sich auch durch den Aufruf von httpd -? darstellen lassen. Andere Textdateien enthalten die Lizenz, einige kleinere Installationshinweise, die üblichen README-Inhalte, es gibt eine Datei ABOUT_APACHE.txt und eine "quickstart"-Anleitung. Zu finden sind diese Dateien unter /usr/share/doc/packages/apache2 (SuSE) oder /usr/share/doc/apache (Debian). Auf einer Windows-Maschine liegen sie im Stammverzeichnis des Apache, also beispielsweise in D:\Apache.
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